Chemical weed control in summer savory (Satureja hortensis)


Pank, F.; Marlow, H.; Eichholz, E.; Hauschild, J.; Zygmunt, B.

Herba Polonica 25(4): 247-260

1979


Five years lasting experiments on 60 herbicides used for chemical control of weeds on Satureja hortensis L. plantations at the stage of six leaevs were carried out Of the above preparations the best herbicidal activity develop Maloran (Chlorobromurone), Patoran (Metobromurone) and Topusyn (Desmetrine) first of all. The above herbirides were neither phytotoMic nor decreasing the height of the cropping. The crude drug collected did not show any diminished level of essential oil and phenol if compared to the control crude drug. Furthermore, any residue of the above herbicides was not found in the crude drug examined if checked by the analytical procedures applied. Chemical control of weeds on the Satureja hortensis L. 'plantations by means of Maloran, Patoran and Topusyn enables one to decrease somebody's manual work in a 70%.

SZIRDA
POLONICA
Tom
XXV
1971
ler
FRFROR/CR
PARK,
HEINZ
MARLOW,
ERIKA
EICHHOLZ,
JOROJIN
HAUSCHILD,
BARBARA
ZYGMUNT
CHEMISCHE
UNKRAUTBEKÄMPFUNG
IN
BOHNENKRAUTKULTUREN
(SATUREJA
HORTENSIS
L.)
VEB
Pharmazeutisches
Werk
Halle
Versuchsstation
für
Arznei-
und
Gewürz-
pflanzenproduktion
Bernburg,
Institut
für
Züchtungsforschung
Quedlinburg
und
Institut
für
Pflanzenschutzforschung
Kleinmachnow,
Biologische
Zentralanstalt
Berlin,
•der
Akademie
der
Landwirtschaftswissenschaften
der
DDR,
Institut
für
Heilpflanzenforschung
Poznan,
Polen
Bohnenkraut
(Satureja
hortensis
L.)
wird
in
der
DDR
feldmässig
im
SchWarzerdegebiet
der
Bezirke
Halle
und
Magdeburg
angebaut.
Es
ge-
hört
zu
den
bedeutenden
einhenniSchen.
Gewürzpflanzen,
deren
.gross-
flächige
Produktion
durch
die
EntWicklung
eines
industrie
mässigen
Produktionsverfahrens
gesichert
werden
muss
.
Aohnenkraut
Wird
im
Reihenabstand.
von
31,
25
cm
in
der
Zeit
von
Anfang
April
bis
Anfang
Juni
10
mm
tief
mit
einer
Saatstärke
von
10
kgfha
gedrillt.
Die
Zeit
zwischen
Drillen
und
Auflaufen
beträgt
10
.-
-
20
Tage.
Während
der
Jugendentwicklung
finden
die
Unkräuter
günstige
Entwicklungsbedingungen.
Zur
Unkrautbeseitigung
sind
in
der
Regel
2
Maschinenhacken
und
Jäten
erforderlich.
Nach
S
c
h
r
ö
d
e
r
[8]
beträgt
der
Aufwand
für
Pflegearbeiten
350
Arbeitskraftstunden/ha.
In
Abhängig-
keit
vom
Zeitpunkt
der
Bestellung
fällt
die
Ernte
in
die
Monate
Juli
bis
September.
Nach
TGL
22785,
Blatt
2
[9)
ist
in
der
von
der
Landwirtschaft
ab-
gelieferten
Bohnenkrautrohware
ein
Besatz
an
unschändlichen
Pflanzen-
teilen
von
höchsten
1%
zulässig.
Der
hohe
Handarbeitsaufwand
bei-
der
Unkrautbeseitigung
und
der
niedgrige
zulässige
Unkrautbesatz
in
der
Rohware
machen
die
Anwendung
von
Verfahren
der
chemischen
Un-
krautbekämpfung
erforderlich.
Der
vorliegende
Beitrag
fasst
die
Ergebnisse
mehrjähriger
Feldver-
suche
der
Versuchsstation
für
Arznei-
und
Gewürzpflanzenproduktion
Bernburg
und
der
Züchtergemeinschaft
„Gemüse"
unter
Federführung
des
Institutes
für
Züchtungsforschung
Quedlinburg
zusammen.
Die
Qualitäts-
anesen
wurden
an
der
Versuchsstation
Bernburg,
die
Desmetrynrück-
248
F.
Per*
1
in.
gt.änätbeetimenung
am
Institut
für
Pfianzenschützforschung
Kleinrnach-
now
und
die
Bestimmung
der
Rückstände
von
Chlorbromuron
am.
Institut
Heilpflanzenforschung
Poznari
dtirchgeführt.
MATERIAL
UND
METHODEN
DURCHFUHRUNG
DEE
FELDVERSUCHE
Die
Feldversuche
wurden
mit
der
Bohnenkrautsorte
„Einjähriges
Blatt"
im
Raum
Bernburg,
Quedlinburg,
Aschersieben
und
Apolda
auf
1-2-Standarten
der
Ackerwertzahlen
75
biS
100
durchgeführt.
Die
Herbizide
wurden
mit
dem
Parzellenspritzgerät
„Schwerin"
bzw.
„Qued-
linburg",
der
Rückenspritze
S
1'16
oder
der
Handdruckpsritze
S
121
mit
Brüheaufwandmengen
von
400
-
600
1/ha
ausgebracht
Die
Testversuche
wurden
in
den
Jahren
1970
und
1971
ohne
Wieder-
holungen
mit
Parzellengrössen
von
2,5
-
20
m
2
durchgeführt.
Die
Beur-
teilung
der
Wirkung
der
Herbizide
auf
Kulturpflanzen
und
Unkräuter
erfolgte
visuell.
Die
exakten
Versuche
wurden
in
den
Jahren
1975
-
1977
mit
4
Wie-
derholungen
nach
der
Methode
der
Block-Anlage
oder
des
Lateiriischen
Rechtecks
angelegt
[111.
Die
Parzellengrösse
der
exakten
Versuche
schwankte
zwischen
13
und
25
m
2
.
Aussichtsreiche
Herbizide
wurden
in
Grossversuchen
geprüft.
Der
Einfluss
der
Herbizide
auf
die
Kultur-
pflanzenentwicklung
und
den
Ertrag
wurde
unter
weitestgehender
Aus-
schaltung
der
Unkrautkonkurrenz
ermittelt.
Zur
Beurteilung
des
her-
biziden
Effektes
blieb
ein
kleinerer
Teil
der
Parzellen
(allgemein
ein
Drittel)
ungejätet
bzw.
ungehackt.
Auf
diesem
Teil
wurden
keine
Eiios
ermittlungen
vorgenommen.
Zur
Ermittlung
des
Ertrages
wurde
das
Beinenkraut
in
,
Bernburg
mit
dem
GT
124
mit
dem
Anbaurnähhalken
und
in
Quedlinburg
von
Hand.
geerntet
und
anschliessend
gewogen.
In
Bernburg
betrug
die
Erntefläche
etwa
10
m
2
und
in
Quedlinburg
etwa
6
m
2
je
Parzelle.
In
Bernburg
wurde
vom
frischen
Erntegut
eine
Probe
weitere
Bestimmungen
im
Labor
genommen.
Ein
Teil
dieser
Probe
diente
der
Ermittlung
des
'Trockenrnassgehaltes
des
frischen
Krautes.
Der
andere
Teile
der
Probe
wurde,
wie
in
Quedlinburg
die
gesamte
Probe,
natürlich
getrocknet,
um
später
Qualitätsmerkmale
bestimmen
zu
können.
Die
statistische
Auswertung
der
Bernburger
Versuchsergebnisse
er-
folgte
mit
dem
Dunett-Test
[7].
In
den
Versuchen
der
Züchtergemein-
schaft
„Gemüse"
wurde
generell
der
Einfluss
der
Herbizide
auf
die
Bohnenkrautentwickhmg
durch
viermalige
Bonitur
im
vierwöchigen
Ab-
stand
ermittelt.
In
Aschersleben
und
Apolda
musste
auf
eine
Ertrags-
ermittlung
verziehest
werden,
in
Quedlinburg
erfolgte
eine
Ertragsfeetstel-
lung.
Der
herhizide
Effekt
wurde
durch
die
Bonitur
des
Deckungsgrades
1
Die
krautbekiimpfung
in
Satureja
hortensis
L.
249
TABELLE
1.
Der
Einfluse
verschiedener
Herbizid
auf
Bohnenkraut
Herbizide
Vorauflauf
Nachauflauf
Aufwandmenge
(kgibal
Anzahl
Einstufung
der
Pbyto-
torizität
Anzahl
Vers
uche
Einstufung
Versuche
der
PItyto-
toegilbt
A
lachlor
Ametryn
Atrazin
AziProltYn
2,3
1,2
1,0
0,75
1
1
2
2
-
-
-
+
1
1
1
-
-
+
Barben
Benazolin
Chloralhydrat
Chlorbromuron
0,5
0,56
17,5
1,5
-
2,0
1
2
6
+
0
+
1
2
1
0
0
-
Chlorosuron
Chlorpropham
Delopon
Dernetryn
4,1
3,0
-
3,75
8,5
0,2
2
3
2
6
0
1
0
4
-
+
6
+
0
2,4-10
2,4-DB
Diaberprop
Dinosch
0,7
1
0
1,6
1
+
2,0
1
+
1,0
1
+
1
1
1
3
-
-
-
0
Dinesebacetat
Diuron
Dinteat
DP.10C
1,6
1,0
0,8
2,0
I
3
1
l
+
+
+
+
3
2
1
-
0
-
Fenturm
Lenacil
Linuron
X4CPA
1,0
1,6
1,0
-
1,5
1,0-1,2
2
2
5
2
0
+
+
0
1
4
1
2
+
+
0
-
MCPB
FAecoprop
Wiembromuron
Kttobrotnwen
1,6
2,0
0,5.
1,5
2,6
2
1
8
2
+
0
+
0
1
1
2
-
-
0
Mcgibuzin
IVionalidt
Monorinuren
Niapsalaan
0,35
-
0,7
4,0
1,0-
1,5
7,2
3
2
0
-
3
1
1
1
-
-
0
-
Nitrofen
Paraouat
Pcmanochlor
Pheriroedipham
1,6-2,4
0,8
4,0
-
4,5
1,0
10
1
1
2
+
+
+
+
5
-
2
-
3
0
%
.
ometryn
+
Proximpham
1,4
1,0
2
ropachlor
3,9
2
-
I
4
>rotebam
+
Chlorpropham+
1,4+0,9+
3 0
1
0
0
2
-
>lopyzamid
1,9
1
-
›yrazon
3,2
2
0
1
+
limezin
1,0
2
0
I
+
rr
im
Ike
t
1,2
1
+
Einstufung
der
Phytotoxizität
+
=
keine
Schädigung,
0=schwache
Schädigung,
-
=starke
Schädigung
des
Boh-
nenkrautes,
x
=Ausbildung
von
4
-
7
Blättern
des
Bohnenkrautes.
der
einzelnen
Unkrautarten
festgestellt.
In
der
Tabelle
2
ist
der
Gesamt-
deckungsgrad
der
Unkräuter
zugrundegelegt,
der
sich
aus
der
Summe
der
Deckungsgrade
der
einzelnen
Unkrautarten
ergibt.
Alle
Ergebnisse
der
in
Bernburg
durchgeführen
Versuche
wurden
auf
Trockenmasse
umgerechnet
bzw.
bezogen.
Bei
den
in
Tabelle
2
angegeben
234
F.
Punk
i
in.
TABELLE
2.
Der
Einfluss
von
adorbreantron,
Deemetryn
und
Metobromuron
auf
den
Ertrag
and
Unkrautbesatz
des
110k.
nenkrannak
Angaben
als
Relativwerte
der
unbehandelten
Kontrolle
Herbizid
Aufwand-
menge
[kg/ha]
Entwicklung
des
Bohnen-
Versuchs-
krautes
zum
jahr
Applikations-
termin
Ertrag
5%
GD
aIwansgrad
Gesamtdec-
der
Unkräuter
EM
Chlorbromuron
1,5
1977
gekeimt
103
18
29
2,0
1975
gekeimt
98
21
1
2,0
1976
ungekeimt
127
70
15
2,0
1977
gekeimt
96
18
14
Deemetryn
0,2
1975
beg.
Aufgang
94
21
20
0,2
1976
beg.
Aufgang
110
70
28
0,2
1976
heg.
Aufgang
127
70
27
0,2
1977
beg.
Aufgang
103
18
57
0,2
1975
4
Blätter
88
21
32
0,2
1977
4
-
6
Blätter
122
40*
Metobromuron
0,5
1976
ungekeimt
104
70
34
1,0
1976
ungekeimt
119
70
15
1,0
1977
gekeimt
97
18
57
1,25
1977
gekeimt
189
16*
1,5
1976
ungekeimt
93
70
12
1,5
1977
gekeimt
97
18
43
2,5
1975
gekeimt
85
21
4
Chlorbromuron/Des-
laden
1,510,2
1977
gekeimt/6
-
8
Blätter
89
18
0
Desmetryn/Desmetryn
0,2/0,2
1975
beg.
Aufgang/
102
21
11
2
-
6
Blätter
Desmetryn/Desmetryn
0,2/0,2
1976
geb.
Aufgang/
135
70
3
6
Blätter
Desmetryn/Desmetryn
0,2/0,
2
1977
beg.
Aufgang/
96
18
29
6
-
8
Blätter
Mttobromnroll/13es-
uzten
1,0/0,2
1977
gekeimt/6
-
8
Blätter
92
18
14
*
Versuchsergebnisse
aus
Quedlinburg.
Erträgen
handelt
es
sieh
um
Blatterträge.
Die
Quedlinburger
Erträge
bei-.
ziehen
sich
dagegen
auf
frisches
Kraut.
In
Tabelle
3
wurde
der
prozen.;.
tuale
Blattanteil
des
Krautes,
der
Gehalt
der
wasserfreien
an
ätherischern
Öl
und
Phenolgehalt
des
ätherischen
Öles
angeführt.
BESTIIVIMUNG
DER
QUALITÄT
Der
Blattanteil
des
Krautes
wurde
durch
manuelle
Trennung
der
Stengel
und
Blätter
des
getrockneten
Krautes
festgestellt.
Der
Gehalt
an
ätherischen
Öl
wurde
mit
Hilfe
der
von
Brückner
modifizierten
Neo-
-Clevenger-Apparatur,
die
bei
L
o
s
s
n
e
r
[41
beschrieben
ist,
ermittelt.
Die
Einwaage
lufttrockener
Bohnenkrautblätter
betrug
10,00
g,
150
cm
3
destilliertes
Wasser
wurden
zusammen
mit
den
Bohnenkrautblättern
in
einen
750
cm
3
Destillationskolben
gegeben.
Die
Destillationzeit
betrug
60
Minuten.
Das
ätherische
Öl,
dem
das
Bohnenkraut
seine
Würzkraft
verdankt,
besitzt
-dein
kräftigen,
aromätisthen
Geruch
der
frischen
Pflanze
tind
Die
krautbekämpfung
in
Satuteja
hortensis
L.
251
einen
beissend
scharfen
Geschmackt.
Der
Gehalt
des
Öles
an
Phenolen
beträgt
nach
Gildemeister
und
Hof
fman
12)
30
bis
42%,
ver-
schidenartige
Herkünfte
weissen
jedoch
sehr
unterschiedliche
Werte
auf.
Unter
dem
„Phendlgehalt"
versteht
Man
im
allgemeinen
den
Anteil
des
Hauptwirkstoffes
Carwacroil.
Das
ätherische
Öl,
gewonnen
durch
Wasser-Wasserdampfdestillation
aus
den
getrockneten
Blättern
ohne
Stengel,
wurde
unverdünt
der
gas-
gramatographischen
Analysen
zugeführt.
Gasehrernatographische
Arbeitsparameter:
Gerät:
GCHF
18.3,
Baujahr
1968.
Detektor:
DFID,
Eingangswiederstand
10
9
,
Empfindlichkeitsstufe
3.
Stationare
Phase:
Mhylenglykoladipinsäurepolyester
6,25°/o
auf
Porolith
0,2
...
0,315
mm
aw;
gepackte
Stahlsäulen
2
in
1ang/4
mm
diameter.
Mobile
Phase:
Argon,
6,8
(1975),
6,55
(/1976)
5,1
(1977)
1/h.
Temperaturprogramm:
1975:
isioltherm
bei
205
°
C,
1976:
120
°
C-I-8
°
C
—205°C.
Papiervorschub:
1975:
600
mm/h,
1976:
200
mm/h,
1977:
600
mm/h.
Injektionsmengen:
1975:
Probe
1,0
gl/Reinsubstanz
0,5
4,
1976/1977:
2,0
pl.
Analysendauer:
1975:
9
min.,
1976/77:
15+5
min.
Methodik
und
Auswertung.
In
Ermangelung
einer
offiziel-
len
Vorschrift
führten
wir
mit
dem
Probenmaterial
im
Jahre
1975
Dop-
pelanalysen
mit
direkter
Zuordnung
einer
ReinsubstarneInjektion
(Car-
wäcrol)
nach
dem
Priniip
der
„Äusseren
Eichung"
durch.
Die
GC-Ana-
lysen
erfolgten
2
Monate
flach
der
Deställation
der
im
Kühlschrank
bei
+5
9
C
aufbewahrten
Ölproben.
Die
Auswertung
der
Chromatograrrime
würde
plarnmetrisch
über
die
Flächenmessung
der
öl-Carwacrol-Peaks
und
der
Carwacrol-Reinsubstanz-Peakflächen
vorgenommen.
Unter
Be-
rücksichtigung
des
Dichtewertes
für
Carwacrol
T31
und
*de,
ätherischen
Öls
konnte
die
Umrechnung
von
Flächen
auf
Magse-G/e
erfOlgen.
Für
des
Probenmaterial
der
Jahre
1976
und
1977
stand
uns
die
Mo-
nografie
Oleum
Origani
des
2.
Arzneibuches
der
DDR
als
methodische
Anleitung
zur
Verfügung.
Da
im
Destenöl
das
Carwacrol
neben
dem
Thymol
den
Hauptwirkstoff
darstellt,
konnten
wir
diese
Vorschrift
nie-
difiziert
für
Oleum
Saturejae
anwenden.
Hierzu
ist
die
Herstellung
von
Lösungen
des
ätherischen
Öls
mit
dem
inneren
Standard
trans-Anethol
und
(in
Ermangelung
der
benötigten
Mengen
Carwacrol)
Thyrnol-
Rein-
substanz
mit
trans-Anethol
erforderlich.
Für
Chromatogramm
I
'wurden
0,0600
g
trans-Anethol
und
0,0600
g
Thyrnol
in
1,00
cm
3
Me'thylenchlorid
gelöst.
Davon
wurden
jeweils
2,0
!il
injiziert
(Vergleichschromatogramm).
Für
das
Substanzchromatogramm
wurden
0,0600
g
'trans-Anethol
und
0,1000
g
äth.
Öl
in
1,00
ern
3
Methy-
lenchlorid
gelöst.
Für
die
Auswertung
der
Chromatogramme
verwendeten
wir
an,
Stelle
der
Peakhöhen
die
,planimetrisch
ermittelten
Peakflächen
Die
krautbekämpfung
in
Satureja
hortensis
L.
umrotationsverdamrpfer
ist
das
Lösungsmittel
bei
einer
(WaSserbadtempe-
ratur
von
40
°
C
vollständig
abzudestillieren.
Zum
Rückstand
sind
150
cm
3
0,1
N
Salzsäure
hinzuzufügen,
kräftig
durchzuschütteln,
über
ein
Falten-
filter
in
einen
500
Orn
3
Stheidetrichter
zu
filtrieren
und
dreimal
mit
20
cm
3
0,1
N
Salzsäure
nach
zuwaschen.
Danach
ist
die
Lösung
dreimal
mit
je
50
cm
3
n-Pentan
auszuschütteln.
Der
Pentaneextrakt
ist
zu
verwerfen.
Hierauf
ist
die
salzsaure
Lösung
mit
2
N
Natronlauge
auf
einen
pH-Wert
von
8
einzustellen
und
anschliessend
dreimal
mit
je
50
CITIS
Chloroform
zu
extrahieren.
Die
Chloroformextrakte
sind
über
etwa
40
g
Natriurnsul-
fat
in
einen
250
cm
3
Rundkolben
zu
filtrieren
und
mit
einem
Rotations-
verdampfer
bei
40
°
C
einzuengen.
Eine
Chromatographiesäule
ist
unter
leichtem
Klopfen
10
cm
hoch
niit
Aluaniniumoxid.
nach
Brockmann
zu
füllen.
Der
eingeengte
Extrakt
ist
mit
5
cm
3
Chloroform
aufzunehmen
und
unter
Nachwaschen
mit
zweimal
5
cm
3
Chloroform
auf
eine
Chroma-
tographiesäule
zu
geben.
Danach
ist
mit
150
cm
3
Chloroform
zu
eluieren,
des
gesamte
Eluat
in
einem
250
cm
3
Rundkolben
aufzufangen
und
mit
dem
Vakuum
rotationsverdampfer
bei
einer
Wasserbadtemperatur
von
40
°
C
auf
ca.
1
cm
3
einzuengen.
Der
Rückstand
'St
quantitativ
in
einen
SPritzltolben
zu
überführen,
bis
zur
Trockne
einzuengen
und
in
einem
definierten
VOturnen
von
0,20
cm
3
Chloroform
aufzunehmen.
Definierte
Mengen
der
erhaltenen
Lösung
werden
dünnschichtehroanatographisch
aufgetrennt.
Nach
dem
Abdunsten
des
Liisungstnittels
ist
die
Platte
1
h
zum
Chlorien
in
eine
Chromatographiekaanmer
zu
stellen.
Das
überschüs-
sige
Chlor
ist
unter
dem
Abzug
abzudampfen.
Danach
kann
die
Platte
detektiert
werden.
Die
Wirkstorfflecke
erscheinen
blau
auf
wessen
Unter-
grund.
Material
zur
Durchführung:
Standardlösung:
100
mg
Desmetryn
werden
in
einem
Masskolben
Mit
Chlorodem
auf
100
cma
aufgefüllt,
aus
dieser
Lösung
werden
weitere
Verdünnugen
berge-
.
stellt.
Dünnschichtplatiten:
Schichtdicke
Kieselgel
0,25
mm,
2
h
bei
110
°
C
aktiviert,
über
Blaugel
aufbewahrt.
Laufmittel:
Benzol/Chiloroform/Essigsäureäthylester
(2
:2
:1).
Sprühreagenz:
Gesättigte
Lösung
von
o-Tolidin
in
2
3
/
4
1iger
Essigsäure
mit
gleichem
Teil
Kaliumjodddlösung
vor
dem
Verwenden
mischen.
Ohlorkammer:
10%
Salzsäure
und
0,1
N
KIVIn0
4
Lösung
werden
im
Verhältnis
1
:1
gemischt.
Die
angegebenen
Materialien
entschprechen
denen,
die
zur
Bestim-
mung
von
Desmetryn
in
Majoran
verwendet
wurden
16].
Die
gerinste
detektable
Menge
an
Desmetryn
beträgt
0,1
itg.
Die
Erfassungsgrenze
liegt
bei
0,02
pprn.
Die
,
Wiedergewinnungsrate
beträgt
bei
einem
Zusatz
von
1
ppm
90
-
95
0
/o.
Der
Wirkstoffgehalt
der
Probe
ist
nach
folgender
Formel
zu
berechnen:
lig
Wirkstoff
Wirkstoffgehalt
in
ppm—
g
aufgetragene
Probe.
L54
Pank
i
in.
BESTIMMUNG
VON
CHLORBROMUBONRUCKSTÄNDEN
Maloran,
mit
dem
Wirkstoff
Chlarbromuron
3-(3-Chlor-4-bromphenyl),
-1-methoxy4-methylha.rnstoiff,
gehört
zu
den
selektiven
Herbizliden
der
Gruppe
der
Harnstoffderivate.
Zur
Bestimmung
der
Rückstände
wurde
das
Pflanzenmaterial
mit
Petroläther
ain
Soxhlet
extrahiert.
Der
Pflan-
zenextrakt
wurde
im
Kudern-Danish-Apparat
eingeengt
und
unter
Rück-
fluss
alkalisch
hydrolysiert.
Das
Hydrolysat
wurde
so
weit
gereinigt,
bis
die
Verunreinigungen
die
Genauigkeit
der
Bestimmungen
nicht
mehr
beeinflussen.
Das
entstandene
Anilinderivat
wurde
mit
Wasserdampf
zur
Vorlage,
die
Salzsäure
enthält,
destilliert.
Danach
wurde
tos
salzsaure
Destillat
alk.alisiert
und
mittels
Äthy-
läther
ausgeschüttelt.
Die
ätherische
Schicht
wurde
mit
Wasser
neutral
gewaschen.
Die
ätherischen
Extrakte
wurden
gesammelt,
mit
wasserfreiem
Na-
triumsulfat
getrocknet
und
im
Kudern-Danish-Apparat
eingeengt.
Der
RückStand
wurde
mit
N-(1-Naphthyl)-äthylendiamin
umgesetzt.
Bei
einer,
Wellenlänge
von
555
nm
wurde
die
kolorimetrische
Messung
des
von
Anilinderivat
und.
N1(1-Naphthyl)-äthylendiamin
enstandenen
rot-Violet-
ten
Farbkornplexes
gegen
eine
Reagenzienblindlösung
durchgeführt.
Die
Nachweisgrenze
liegt
bei
0,05
,ppm.
ERGEBNISSE
EINFLUSS
DER
HERBIZIDE
AUF
DAS
WACHSTUM
DES
BOHNENKRAUTES
UND
AUF
DEN
UNKRAUTBESATZ
In
Tabelle
1
sind
die
Ergebnisse
aller
Testversuche
und
exakten
Ver-
suche
zusammengefasst.
Es
wird
die
Phytotoxität
der
Herbizide
gegenüber
Bohnenkraut
dargestellt.
Die
mit
dem
Symbol
„+"
gekennzeichneten
Mit-
tel
schädigen
das
Bohnenkraut
nicht.
Mit
dem
Symbol
„o"
sind
Herbizide
mit
schwacher
Scbsd.wirkung
gekennzeichnet.
Bei
diesen
Mitteln'könnten
gegebenenfalls
durch
Veränderung
der
Aufwandmenge
oder
des
Zeitpun-
ktes
der
Applikation
Schäden
an
der
Kultur
vermieden
warden.
Die
mit
dem
Symbol
„—"
versehenen
Herbizide
schädigten
Bohnenkraut
so
stark,
dass
der
erfolgreiche
Einsatz
aussichtslos
erscheint.
Der
Einfluss
der
Herbizide
auf
das
Bohnenkraut
ist
in
Abhängikeit
keit
von
der
Herbizidaufwandmenge
und
dem
Entwicklungsstadium
der
Kultur
dargestellt.
Diesen
beiden
Faktoren
bestimmen
neben
zahlrei-
chen
anderen
in
erster
Linie
den
Grad
der
Schädigung
durch
die
Herbi-
zide.
Bei
der
Bewertung
vorgelegten
Ergebnisse
ist
die
Anzahl
der
Ver-
suche
und
damit
der
unterschiedliche
Grad
der
Sicherheit
der
Aussagen
zu
berückSichtigen.
Im
Ergebnis
der
Untersuchungen
wurden
in
der
DDR
Die
krautbekiirnpfung
in
Satureja
hortensis
L.
255
Chlorbroxnuron,
Metobromuron
und
Desmetryn
zum
Einsatz
in
Bohnen-
kraut
staatlich
zugelassen.
Die
Daten
der
Tabelle
2
informieren
über
den
Einfluss
dieser
Herbizide
auf
den
Bohnenkrautertrag
und
auf
den
Un-
krautbesatz.
Der
Unkrautbesatz
wurde
in
den
Monaten
Juni/Juli
bonitiert.
Tabelle
3
enthält
Angaben
über
die
Beeinflussung
der
Qualität
des
Bohnenkrautes
durch
diese
Herbizide.
Die
Grenzdifferenz
(GD)
5
4)
/o
gilt
TABELLE
3.
Der
Einfluss
von
Chlorbromuron,
Desmetryn
und
Metobromuron
auf
die
Qualität
des
Bolusenkrantee.
Angaben
als
Relativ
werte
der
unbehandelten
Kontrolle
Herbizid
Auf-
wand-Ver-
menge
[kg/ha]
suchs-
Jahr
Appli-
kations-
termin
Blatt-
anteil
GD
a
5%
ölge-
halt
GD
a
5%
Phenol-
gehalt
GD
a
5%,
Chlorbromuron
1,5
1977
VA
101
12
103
13
96
26
2,0
1975
VA
106
13
98
14
103
8
2,0
1976
VA
104
22
102
10
97
15
2,0
1977
VA
99
12
101
13
Desmetryn
0,2
1975
VA
105
13
107
14
99
8
0,2
1976
VA
98
22
100
10
0,2
1976
VA
106
22
102
10
0,2
1977
VA
99
12
102
13
90
26
Metobromuron
0,5
1976
VA
99
22
104
10
1,0
1976
VA
103
22
105
10
91
15
1,0
1977
VA
100
12
91
13
99
26
1,5
1976
VA
100
22
105
10
1,5
1977
VA
93
12
96
13
2,5
1975
VA
113
13
95
14
106
8
Chlorbromuron/
1,5/0,2
1977
VA/NA
102
12
102
13
Desmetryn
Desmetryn/Des-
netryn
*
0,2/0,2
1975
VA/NA
112
13
101
14
111
8
DeSMetryn/Des-
netryn
0,2/0,2
1976
VA/NA
103
22
105
10
97
15
Desmetryn/Des-
netryn
0,2/0,2
1977
VA/NA
106
12
99
13
99
26
11etobromuroni
1,0/0,2
1977
VA/NA
98
12
98
13
Desmetryn
VA=
Applikation
vor
dem
Aufgang
des
Bohnenkrautes;
NA=
Applikation
nach
dem
Aufgang
des
Bohnenkrautes.
für
den
Dunett
Test
[7],
wobei
die
unbehandelte
Kontrolle
als
Standard
dient.
Durch
Spritzung
von
Chlorbromuron,
Desmetryn
und
Metobromuron
vor
dem
Aufgang
(VA)
des
Bohnenkrautes
und
durch
zusätzliche
Appli-
kation
von
Desmetryn
nach
dem
Aufgang
des
Bohnenkrautes
(NA)
auf
Parzellen,
die
VA
mit
Chlorbromuron,
Desrat'teil
oder
Metobromuron
behandelt
worden
waren,
wurde
der
Ertrag
nicht
reduziert.
Gegenüber
der
NA-Spritzung
mit
Desmetryn
erwies
sich
das
Bohnen-
kraut
in
einigen
Fällen
als
empfindlich,
wenn
noch
nicht
6
Blätter
voll
entwickelt
waren.
Bei
Behandlung
mit
Desmetryn
nach
Ausbildung
von
6
Blättern
traten
in
einigen
Fällen
Hellfärbung
des
Laubes
und
in
ex-
tremen
Verbrennungen
an
den
Blattspitzen
auf.
Diese
Symptome
wurden
jedoch
bald
überwunden,
und
es
traft
keine
'Ertragsdepression
ein.
F.
Pank
i
in.
In
einem
Versuch
gelang
durch
die
Anwendung
der
Herbizidfolge
Chlorbromuron
VA/Desmetryn
NA
die
vollständige
Beseitigung
der
Un-
kräuter.
Um
etwa
85°/o
wurde
der
Unkrautbesatz
reduziert
nach
Anwen-
dung
der
Herbizidfolgen
Metobrenuran
VA/Desmetryn
NA,
Desmetryn
VA/Desmetryn
NA
und
alleiniger
Spritzung
von
Chlorbromuron
VA.
We-
sentlich
schwächer
war
der
Unkrautbekämpfungserfolg,
wenn
Metobro-
nytiron
oder
Desmetryn
alleine
vor
dem
Aufgang
des
Bohnenkrautes
aus-
gebracht
wurden.
Hauptunkrautarten
des
Versuchsfeldes
waren
Chenopodium
album,
Mercurialis
annua
und
Polygonum
convolvulus.
Chenopodium
album
wur-
de
durch
die
Behandlung
Mit
Desmetryn
NA
in
allen
Versuchen
vollstän-
dig
bekämpft.
Der
Deckungsgrad
mit
von
Mercurialis
annua
verringerte
sich
nach
Desmetrynapphkation
um
73
-
100°/o
und
von
Polygonum
con-
volvulus
uni
94
-
100°/o.
Durch
Spritzung
von
Desemetryn
VA
wurde
der
Deckungsgrad
dieser
Hauptunkrautarten
um
etwa
70
0
/0
redukiert.
VA-
-Spritzung
von
Metobromuron
verminderte
den
Deckungsgrad
von
Che-
nopodium
album
uni
67
0
/0,
von
Mercurialis
annua
um
73
0
/o
und
von
Poly-
gonum
convolvulus
um
94°/o.
VA-Spritzung
von
Chlorcibromurrem
redu-
zierte
den
Deckungsgrad
von
Chenopodium
album,
und
Mercurialis
annua
Uni
81
4
/0
und
von
Polygonum
convolvulus
um
83°/o.
EINFLUSS
DER
HERBIZIDE
AUF'DIE
QUAIATÄT
DESBORNENKRAUTZAS
In
Tabelle
3
sind
die
Ergebnisse
der
Qualitätsbestämnungen
angeführt..
Als
Qualitätskriterien
des
Bohnenkrautes
gelten
der
Blattanteil
des
Krau-
tes,
Der
Gehalt
der
Blätter
an
ätherischem
Öl
und
der
Phenolgehalt
des
ätherischen
Öles.
Diese
Qualitätstmerkmale
wurden
iiI
keinem
Falle
beein-
trächtigt.
HERSIT.SDRÜCKSTANDS
Ausser
den
zuvor
genannten
Qualitätsparametern
muss
nach
der
An-
wendung
von
Pflanzenschutzmitteln
auch
die
lebensmittelhygienischtorri-
kologiSche
Qualität
der
Ernteprodukte
untersucht
werden,
die
im
wisen-
thrhen
durch
den
Gehalt
an
Fremdstoffen
charakterisiert
wird,
zu
denen
vor
allem
die
Rückstände
von
Pflanzenschutzmitteln
und
Mitteln
zur
Steuerung
biologischer
Prozesse
zählen.
Sie
so
gering
wie
maglieh
zu
hal-
ten
ist
alleroberstes
Prinzip
111.
Desmetrynrückständ
e.
Die
schnelle
Hydrolyse
der
Methyl-
-thio-Triazine
ist
gegenüber
den
persistenten
Chlartriazinen
günstiger
21.1
beurteilen,
da
die
Rückstände
im
Boden
kaum
zu
Rückständen
in
den
Pflanzen
führen.
Zahlreiche
Untersuchungen
'bei
NEbchauflaufanvvenclun-
Die
krautbektimpfung
in
Satureja
hortensis
L.
257
gen
von
0,28
-
1,1
kg
Desmetryn/ha
erbrachten
in
verschidenen
Kohlarten
und
in
Zwiebeln
bis
auf
zwei
Ausnahmen
den
Nachweis,
dass
bei
War-
tenzeiten
von
16
und
119
Tagen
zwischen
Behandlung
und
Ernte
Rücks-
tände
nicht
auftraten
[5].
Untersuchungen
in
Majoranblättern
nach
Vor-
auflaufanwendung
von
0,2
-
0,4
kg
Desmetryn/ha
ergaben
keine
Wirkstof-
fmengen
im
Erntegut
oberhalb
der
Nachweisgrenze
von
0,02
ppm
[6].
In
Tabelle
4
sind
die
Ergebnisse
der
Rückstandswerte
der
dreijährigen
TABELLE
4.
Desmetrynreekstände
in
Bohnenkraut
Deennet
rynEkg/hei
aufwand-
menge
Applikationstermin
Erntetermin
Anzahl
der
Proben
Rückstände
[Prtml
1,2/0,2
6.05.1975/2.06.1975
23.07.1975
4
<0,02
1
,240,2
10.05.1976/10.06.1976
11.08.1976
4
<0,02
1,2
2.05.1977
22.07.1977
4
<0,02
<0,02
<0,02
0,5
1,2/0,2
2.05.197
7
/
1
.06.1977
22.07.1977
4
<0,02
,
6
10,2
*
2.05.1977/1.06.1977
22.07.1977
4
<0,02
*
Einsaht
vom
1,6
kg/ha
Nitrofen
vor
dem
Auflaufen
des
Bohnenkrautes
Versuche
zusammengestellt.
Von
den
24
untersuchten,
getrockneten
Boh-
nenkrautproben
konnten
in
23
Proben
keine
Rückstände
oberhalb
der
Nachweisgrenze
gefunden
werden.
In
einer
Probe
fanden
wir
eine
Rücks-
tandsmenge
von
0,5
ppm
Desmetryn.
Bine
Erklärung
kann
dafür
nicht
gegeben
werden.
Die
vorliegenden
Analysenergebnisse
gestatten
es,
den
Einsatz
von
Desmetryn
im
Bohnenkraut
aus
rückstandstoxikalogischer
Sieht
als
problemlos
anzusehen.
Chlorbroinuronrückstände.
Nach
der
Behandlung
mit
2
kg/ha
Chlonoibromuron
vor
dem
Auflaufen
des
Bohnenkrautes
wurden
die
in
Tabelle
5
aufgeführten
Analysenergebnisse
erhalten.
Bisher
wur-
TABELLE
5.
Chlorbromoronzlickntande
in
Bohnentrant
Erntetermin
Chlorbromuron
aufwandmenge
(Wind
Rücksande
[PPed
Applikationstermin
2,0
22.04.1976
11.08.1976
<0,05
<0,05
<0,05
0,08
den
noch
keine
Tolerazempfehlungen
durch
die
WHO/FAO
veröffentlicht.
In
der
Schweiz
gilt
als
Toleranz
an
Möhren
0,2
ppm.
Untersuchungen
auf
Rückstände
von
Chlorbromuron
in
Kartoffelknollen,
Weinzen-,
Gerste-
und
Mais-Körner
sowie
in
Erbsen-
und
Sojabohnensamen
(
rgaben
zum
Erntezeitpunkt
Werte,
die
unter
0,1
ppm
lagen
[5].
258
F.
Pauk
i
in.
STAATLICHE
ZULASSUNG
VON
VERFAHREN
DER
CHEMISCHEN
UNKRAUTBEK
ÄMPFUNG
UND
EMPFEHLUNGEN
FÜR
DEN
EINSATZ
DER
HERBIZIDE
IN
DER
PRAXIS
Im
Ergebnis
der
durchgeführten
Untersuchungen
wurden
folgernde
Verfahren
der
chemischen
Unkrautbekämpfung
in
der
DDR
zur
Bekämpf-
ung
einjähriger
Unkräuter
in
Bohnenkraut
zur
Spritzung
vor
dem
Auf-
laufen
staatlich
zugelassen:
2
-
3
kg/ha
Patoran
50
WP
oder
Patoran
K
oder
2
-
3
kg/ha
Maloran
50
WP
mit
einer
Brüheaufwandmenge
von
100
-
600
1/ha
für
das
Spritzverfahren
oder
100
-
200
1/ha
Brüheaufwand-
menge
für
das
Sprühverfahren,
sowie
1
1/ha
Topusyn
mit
einer
Brüheauf-
wandmenge
von
200
-
600
1/ha
für
das
Spritzverfahren.
Die
Patoranpräparate
enthalten
50°/o
Metobromuron,
Maloran
50
WP
enthält
50°/o
Chlorbromuron
und
Topusyn
20%
Desmetryn.
Für
die
An-
wendung
nach
dem
Auflaufen
wurde
1
1/ha
Topusyn
mit
einer
Brüheauf-
wandmenge
von
400
-
600
1/ha
für
das
Spritzverfahren
staatlich
zugelas-
sen.
Die
Spritzung
darf
erst
nach
Ausbildung
von
6
echten
Bohnenkraut-
blättern
erfolgen.
Die
Ausbningung
der
Herbrizide
Patoran
und
Maloran
soll
auf
feuchten
und
feinkrümeligen
Boden
erfolgen.
Das
Bohnenkraut
soll
noch
nicht
gekeimt
haben.
Topusyn
wird
unmittelbar
vor
dem
Auf-
gang
des
Bohnenkrautes
gespritzt,
da
der
herbizide
Effekt
in
erster
Linie
von
der
Blattwirksamkeit
dieses
Präparates
abhängig
ist.
Die
Nachauflau-
fbehandlung
mit
Topusyn
soll
erfolgen,
wenn
das
Bohnenkraut
6
echte
Blätter
ausgebildet
hat.
Zeitigeres
Spritzen
kann
zu
starker
Schädigung
des
Bohnenkrautes
führen.
Wenn
6
echte
Bohnenkrautblätter
ausgebildet
sind,
sollte
das
Spritzen
nicht
länger
hinausgezögert
werden,
damit
die
Unkräuter
nicht
durch
weiteres
Wachsurn
gegen
Topusyn
widerstands-
fähig
werden.
Jeder
Tag
Verzögerung
des
Spritztermines
bedeutet
zu
dieser
Zeit
eine
Minderung
des
Unkrautbekämpfungserfolges.
Entsprechend
den
Erfahrungen
aus
den
durchgeführten
Kleinparzel
lenversuchen
und
Grossversuchen
ist
bei
Anwendung
der
Herbizid
fol-
gen
mit
einer
Minderung
des
Aufwandes
der
manuellen
Unkraut
be-
seitigung
um
durchschnittlich
70°/o
zu
rechnen.
In
den
meisten
Fällen
wird
es
lediglich
erforderlich,
vor
der
Ernte
den
Bestand
einmal
zur
Be-
seitigung
der
Restverunkrautung
durchzugehen.
ZUSAMMENFASSUNG
Vor
mehr
als
60
Herbiziden
erwiesen
sich
in
Feldversuchen
in
den
Jahren
1970,
1971
und
1975
-
1977
für
die
Vorauflaufanwendung
Chlor-
bromuron,
Metobromuron
und
Desmetryn
für
die
Nachauflaufanwendung
6-Blatt-Stadium
des
Bohnenkrautes
Desmetryn
als
besonders
geeignet.
Durch
Anwendung
dieser
Präparate
in
Herbizidfolgen
konnten
die
Un
-
krautbekämpfungserfolge
verbessert
werden.
Die
Herbizide
verminderten
Die
krautbekiimpfung
in
Satureja
hortensis
L.
259
den
Ertrag
nicht
-und
beeinträchtigten
nicht
den
Blattanteil
des
Krautes,
den
Gehalt
der
'Blätter
an
ätherischen
Öl
und
den
Phenolgehalt
des
äthe-
rischen
Öles.
Desmetryn-
und
Chlorbrornuronrückstäride
waren
praktiSCh
mich
nachwiesbar.
Durch
den
Einsatz
der
Herbizide
wird
der
Handarbeit-
saufwand
zur
Unkrautbeseitigung
um
etwa
70
0
/0
vermindert.
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Pank,
E.
Eichholz
435
Bernburg,
Magdeburger
Str.
23a,
DDR
H.
Marlow
43
Quedlinburg,
Ethel-
u.
Julius-Rosenberg-Str.
22-
23,
DDR
J.
Hauschild
1532
Kleitunachnow,
Setahnsdorf
er
Damm
81,
DDR
B.
Zygmunt
Libelta
27,
61-707
Poznan,
Polen
F.
PANK,
H.
MARLOW,
E.
EICHHOLZ,
J.
HAUSCHILD,
B.
ZYGMUNT
CONTROL
OF
WEEDS
ON
SATUREJA
HORTENSIS
L.
PLANTATIONS
summary
Five
years
lasting
experiments
on
60
herbicides
used
for
chemical
control
of
weeds
on
Satureja
hortensis
L.
plantation.s
at
the
stege
of
91x
leaevs
were
carried
out
Of
the
above
preparations
the
best
herbicidal
aetivity
deveaop
Maloral
(Chloro-
3
Herb*
Polomies
4470
260
F.
Pank
i
in.
bromurone),
Patoran
(Metobnornurane)
and
Topusyn
(Desmetrine)
first
of
all.
The
above
herbibeides
were
neither
phytotoldie
nor
deereasing
the
height
of
the
cropping.
The
crude
drug
collected
did
not
show
any
diminished
level
of
essential
oil
and
.phenol
if
compaxed
to
the
control
erude
drug.
Forthermore,
any
residue
of
the
above
herbieides
was
not
found
in
the
erude
drug
exarnined
if
cheelced
by
the
analytical
procedures
applied.
Ohemical
control
of
weeds
an
the
Satureja
hortensis
L.
,plantations
by
means
of
Maloran,
Patoran
and
Topusyn
enables
one
to
decrease
somebody's
manual
work
in
a
70%.
4).
EAHK,
r.
MAPJIOB,
E.
314X0.113,
10.
TAYCXHJIg,
B.
3bIrMYHT
XkIMPILIECKASI
BOPBA
c
COPHYIKAMH
B
KYJIbTYPAX
SATUREJA
HORTENSIS
L.
Pe3iome
nATH.neTillie
OribITb1
HaJ
60-TH
rep6HuanamH
npinteasemumm
n.nif
xlimatiecifoik
6opb6bf
co
copHaxamH
Ha
Hyabrypax
Satureja
hortensis
B
eranalt
6-imerben
noKa3aJIH,
ManopaH
(x.nop6pomypoH),
Flaropan
(mero6pomypon),
a
oco6eHHo
Tonychm
(Besmerpflu)
HpHrogam
znsi
sroft
nena.
3rx
rep6HaHnbi
OKa3aJIHCb
Heiln4TOTOXCligHbl
H
He
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no-
nynefflux
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Co6paHHoe
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He
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343.HpHoro
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H
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B
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ManopaHa,
Haropalla
H
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B
Hyabrypax
Satureja
hortensis
HosBonHao
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Ha
OK0/10
7001e.