Experiences with the Ryholm system of cow housing - Verfahrenstechnische Einordnung des Sperrboxenstalles System Ryholm


Bischoff, T.; Rubitschek, P.

Landtechnik 29(4): 170-175

1974


Der Sperrboxenstall (System Ryholm) bietet insgesamt eine sinnvolle Alternative zum Kurzstand-Anbindestall, nicht dagegen zum Laufstall in größeren Beständen, der günstigere Voraussetzungen für Bestandsaufstockungen bietet. Dies gilt sowohl bezüglich der Arbeitswirtschaft als auch in Bezug auf Kapitalbedarf und Kosten. Er wird daher künftig in Betracht zu ziehen sein: a) für Neubauten nur für Bestandsgrößen bis etwa 30 Stück. In dieser Haltungsgrößenklasse liegen seit Jahren stetige Zunahmen vor, b) für Umbauten von Anbinde-Ställen dort, wo eine Umstellung auf das System Ryholm ohne größere zusätzliche bauliche Veränderung möglich ist.

den,
nachdem
sie
zunächst
wegen
zu
geringer
Sauerstoff-
effektivität
beziehungsweise
wegen
Verstopfung
der
Aus-
laßöffnungen
durch
Sinkschichten
abgelehnt
werden
mußte.
Weitere
Untersuchungsergebnisse
sollten
abgewartet
wer-
den.
Belüftung
durch
Oberflächenkreisel
ist
bei
entsprechenden
Voraussetzungen
(notwendige
Verdünnung,
längere
Be-
lüftungsdauer)
möglich.
Im
Winter
können
Schwierigkeiten
auftreten
(Kaltverfahren).
Belüftung
mit
Oberflächenkreisel
ist
unter
bestimmten
Vorausetzungen
wirtschaftl
ich.
Umwälzbelüfter
bringen
für
die
Flüssigdungbehandlung
in
der
Landwirtschaft
gute
Voraussetzungen
mit:
Neben
dem
„Fuchs"
-System
gibt
es
noch
andere
Belüfter
ähnlicher
Bauweise.
Heißbehandlung
macht
von
Jahreszeiten
unab-
hängig,
erfolgt
rascher
(nur
7
10
Tage),
und
die
Gülle
bleibt
vielleicht
auch
etwas
länger
geruchfrei
(noch
unsi-
cher!).
Genaue
Abstimmung
von
Gerät
und
Behälter
ist
er-
forderlich,
um
Sedimentationen
und
ungenügenden
Luft-
eintrag
sowie
Ammoniakgeruch
zu
vermeiden.
1
Ausblick
Al
lgemeingültige
Aussagen
über
die
günstigste
Anordnung
einer
„Verfahrenskette
Flüssigdungbehandlung"
können
noch
nicht
gemacht
werden.
Dennoch
sind
einige
Geräte
und
Verfahren
im
Hinblick
auf
Funktion
und
Erfolg
praxis-
reif.
Für
jeden
anstehenden
Fall
gibt
es
Verfahren,
zumin-
dest
Übergangslösungen
(z.
B.
Deodorantenzusatz).
Alle
Lösungen
müssen
allerdings
individuell
geplant
werden.
Die
Erhaltung
größtmöglicher
Flexibilität
sollte
dabei
im
Vordergrund
stehen.
Das
Interesse
der
Praxis
an
Verfahren
zur
Behandlung
von
Flüssigdung
nimmt
zu,
wenn
auch
bei
weitem
nicht
so,
wie
das
den
Umständen
nach
erforderlich
erscheint.
Die
Begründung
liegt
darin,
daß
vorerst
nur
wenige
Betriebe
durch
Gerichtsbeschlüsse,
Anzeigen
oder
behördliche
An-
ordnungen
in
wirkl
iche
Bedrängnis
geraten
sind.
Alle
an-
deren
Betriebe
stellen
das
Thema
Güllebehandlung
ver-
ständlicherweise
zurück,
um
die
damit
zusammenhängen-
den
Kosten
so
lange
wie
möglich
zu
vermeiden.
Verfahrenstechnische
Einordnung
des
Sperrboxenstalles
System
Ryholm
Von
Theo
Bischoff
und
Paul
Rubitschek,
Stuttgart-Hohenheim
Stallformen
Kühe
Melk-
stand
Anbindestand
mit
ganz
fixiert
nein
Einstreu
ohne
Einstreu
mit
Rost
Schwenkboxe
R
holm
4
Mobilboxe
e)-)
5
Fangboxe
6
r
-)
Fress-Liegeboxe
,
Kragrost
Liege-
boxe
teilweise
fixiert
frei
laufend
eingestreute
Liege-
lek
ee
fläche
Abb.
1:
Stallformen
für
Milchkühe
Das
Sperrboxenstall-System
Ryholm
wurde
von
einem
praktischen
Landwirt
in
Schweden
erarbeitet
und
von
der
Firma
Alfa
Laval
weiterentwickelt.
Inzwischen
sind
in
der
Bundesrepublik
Deutschland
etwa
20
Ställe
dieses
Sy-
stems
eingerichtet
worden.
Vorliegender
Bericht
beruht
auf Beobachtungen
in
sechs
Betrieben.
Davon
befanden
sich
je
zwei
in
Baden-Württemberg
und
Schleswig-Holstein
und
je
einer
in
Hessen
und
Niedersachsen.
Eingehendere
arbeitswirtschaftliche
Untersuchungen
sind
in
vier
Betrie-
ben
durchgeführt
worden
Beschreibung
des
Systems
Die
Ryholm-Aufstallung
nimmt
in
der
Systematik
der
Stall-
formen
eine
gewisse
Mittelstellung
ein
(Abb.
1).
Die
Tiere
stehen
in
Kurzständen
mit
schwenkbarer
seitlicher
Ab-
trennung,
die
am
Schwanzende
mit
einem
Seil
abgesperrt
sind
(Abb.
2).
Die
vordere
Abgrenzung
bilden
zwei
Schul-
terstützen,
mit
deren
Hilfe
die
Standlänge
innerhalb
ge-
wisser
Grenzen
an
die
Größe
der
Kuh
angepaßt
werden
kann
(Abb.
3).
Durch
diese
Sperrbox
ist
die
Kuh
fixiert.
In
Freß-
und
Ruhestellung
stehen
die
Tiere
rechtwinklig
zum
Futter-
und
Mistgang.
Zum
Melken
werden
die
durch
ein
Rohr
miteinander
verbundenen
Seitenholme
mit
Hilfe
einer
Schwenkvorrichtung
gedreht
und
die
Tiere
in
eine
dem
Fischgrätenmelkstand
entsprechende,
seitliche
Stellung
von
etwa
45
°
zu
Futter-
und
Mistgang
gebracht
(Abb.
4).
Damit
werden
verbesserte
Arbeitsbedingungen
für
das
Melken
erreicht,
da
jetzt
der
Melker
nicht
mehr
zwischen
den
Kühen,
sondern
außerhalb
auf
dem
sogenannten
Service
-Gang
arbeiten
kann.
Das
Schwenken
der
Boxen
kann
sowohl
von
Hand
als
auch
durch
Motorkraft
ge-
schehen
(Abb.
5-9).
Einflüsse
auf
das
Tier
Von
der
Übersicht
und
der
Betreuung
her
gesehen,
herr-
schen
im
Ryholm-Stall
etwa
dieselben
Bedingungen
wie
im
Anbindestall.
Jede
Kuh
kann
individuell
betreut
wer-
den.
Das
Erkennen
der
Brunst
ist
besser
möglich
als
bei
angebundenen
Tieren.
Es
ist
hier
offensichtlich
eine
tiergerechte
Haltung
ge-
geben.
Infolge
der
größeren
Bewegungsfreiheit
der
Tiere
beim
Aufstehen
und
der
seitlichen
Abtrennung
der
Stände
ist
die
Gefahr
einer
Verletzung
der
Euter
und
der
Sprung
-
170
Landtechnik
4
Mitte
April
1974
gelenke
praktisch
ausgeschlossen.
Die
entsprechenden
jährlichen
Schäden
in
Kurzständen
werden
im
Durchschnitt
auf
60,—
bis
70,—
DM
je
Kuh
geschätzte.
Hinsichtlich
Sauberkeit
der
Tiere
nimmt
die
Ryholm-Auf-
stallung
eine
Zwischenstellung
zwischen
Fangbox-
und
Kurzstand
-Anbindung
ein.
Die
Tiere
sind
weniger
genau
festgelegt
als
bei
der
Anbindung
am
Hals,
so
daß
die
Möglichkeit
der
Verschmutzung
größer
ist.
In
Melkstellung
erfolgt
keine
Verunreinigung
der
Liege-
fläche.
Die
Tiere
stehen
hier
unmittelbar
am
Standende,
mit
dem
äußeren
Hinterbein
zum
Teil
auf
dem
Gitterrost
(Abb.
10).
Bereich
Füttern
Zum
Melken
werden
die
Tiere
vom
Trog
zurückgedrängt,
können
also
während
des
Melkens
nicht
gefüttert
werden
(Abb.
11).
Nach
Ansicht
einiger
Wissenschaftler
und
Prak-
tiker
führt
dies
zu
einer
kürzeren
Milchabgabezeit.
Daraus
können
sich
arbeitswirtschaftliche
Konsequenzen
ergeben:
Man
muß
im
Zwei
-Personen
-Betrieb
einen
geeigneten
Ar-
beitsablauf
wählen,
um
die
Stallarbeit
nicht
zu
verlängern.
Bereich
Entmisten
Die
Entmistung kann,
wie
im
Anbindestall,
völlig
mechani-
siert
werden.
Gitterroste,
Faltschieber,
Fest-
oder
Flüssig
-
mistverfahren
sind
ebenso
wie
im
Kurzstand
verwendbar.
So
sind
denn
auch
im
Arbeitsaufwand
für
das
Entmisten
kaum
Unterschiede
gegenüber
der
Anbindehaltung
erkenn-
bar.
Bezüglich
der
Bequemlichkeit
beim
Melken
sind
je-
doch
solche
Entmistungssysteme
günstiger,
bei
denen
der
Service
-Gang
tiefer
liegt
als
der
Standplatz
der
Kuh.
Bereich
Melken
Die
wichtigsten
Auswirkungen
des
Ryholm-Sperrboxen-
stalles
betreffen
den
Melkbereich.
Das
Melken
erfolgt
wie
im
Anbindestall
mit
einer
hoch
verlegte»
Rohrmelkanlage,
wobei
die
Rohre
der
Milch-
und
Vakuumleitung
hinter
den
Standplätzen
angebracht
sind
(Abb.
12).
Durch
die
Schräg-
stellung
beim
Melken
verringert
sich
die
Standplatzbreite
von
1,10
m
auf
etwa
0,80
m,
und
damit
auch
die
Bewe-
gungsmöglichkeit
der
Tiere.
Selbst
Kalbinnen
verhalten
sich
ruhiger.
Die
Arbeitshaltung
des
Melkers
hängt
vom
Niveauunter-
schied
zwischen
Standplatz
der
Kuh
und
Standplatz
des
Melkers
ab.
Bei
einem
niveaugleichen
Gitterrost
muß
der
Melker
entweder
in
der
Hocke
oder
auf
einem
Melk-
schemel
sitzend
arbeiten.
Diese
Melkschemel
benötigen
eine
verbreiterte
Auflagefläche,
damit
sie
sich
nicht
in
den
Rosten
verklemmen
können.
Bei
vorhandener
Kotstufe
ist
es
möglich,
am
Euter
zu
arbeiten,
ohne
in
die
Hocke
gehen
zu
müssen.
Der
Melker
muß
sich
dabei
allerdings
noch
relativ
tief
bücken.
Ist
der
Niveauunterschied
noch
größer,
etwa
bei
einem
offenen
Faltschieberkanal
oder
Festmist
-
Schieber,
so
herrschen
im
Vergleich
zum
Anbindestall
recht
gute
Arbeitsbedingungen vor.
Weitergehenden
Lö-
sungen,
wie
zum
Beispiel
einer
versenkbaren
Gitterbrücke,
dürften
kostenwirtschaftliche
und
hygienische
Probleme
entgegenstehen.
Eine
Art
Kompromiß
besteht
in
einem
praktischen
Betrieb
im
Emsland
mit
Ryholm-Aufstallung
seit
Oktober
1972.
Dieser
Betrieb
streut
Stroh
ein,
arbeitet
also
mit
Fest-
mistkette.
Hier
beträgt
der
Niveauunterschied
zwischen
Standplatz
der
Kuh
und
dem
Service
-Gang,
in
dem
der
Mistschieber
läuft,
35
cm.
Verletzungen
dadurch,
daß
eine
Kuh
über
die
Kante
hinwegtrat,
hat
es
bisher
noch
nicht
gegeben.
Das
Aus-
und
Eintreiben
beim
Weidegang
geht
zwar
langsamer,
es
kam
dabei
jedoch
bisher
ebenfalls
zu
keinen
Verletzungen.
!
Ii
_.
9-
11Mgijge;
Abb.
2:
Die
Tiere
stehen
In
Kurzständen
mit
schwenkbarer
seitlicher
Ab-
trennung.
Am
Schwanzende
Ist
der
Stand
mit
einem
Seil
abgesperrt
Abb.
3:
Die
vordere
Abgrenzung
erfolgt
durch
zwei
Schulterstützen
'-
81,5
Verbindungsrohr
Schulterstützen
Krippenkante
ce
Schwenkvorrich
ung
Trennrohmen
Absper
seil
Milchleitung
----9
1
-co
80
'S t
I
it
Milchschlort
Roste
Abb.
4:
Sperrboxenstall
System
Ryholm
,..40811111.e
-
Abb.
5:
Standard
-Schwenkvorrichtung
Landtechnik
4
Mitte
April
1974
171
Ähnlich
gute
Arbeits-
und
Hygienebedingungen
wie
im
Melkstand,
so
zum
Beispiel
vertiefter
Melkergang,
kürzere
Wege,
automatische
Kraftfutterzuteilung,
Euterbrause,
las-
sen
sich
also
nicht
oder
nur
mit
sehr
hohem
Aufwand
er-
reichen.
Dagegen
entfällt
die
Reinigung
eines
Melkstan-
des.
Außerdem
bewirken
einzelne
Kühe
mit
besonders
langer
Milchabgabezeit
nicht
so
große
Verzögerungen
wie
in
(kleinen)
Melkständen.
Arbeitszeitbedarf
und
Arbeitsleistung
Wie
bei
jeder
praktischen
Untersuchung
sind
die
Unter-
schiede
des
Arbeitszeitbedarfes
in
den
einzelnen
Betrieben
relativ
groß.
So
wurden
in
einem
Betrieb
mit
zwei
Melk-
zeugen
(MZ)
Melkerleistungen
von
20
Kühen
je
Arbeits-
kraftstunde
(AKh),
in
einem
Spitzenbetrieb
mit
3
MZ
46
Kühe
je
AKh
gemessen.
Da
die
Einzelbetriebe
also
zu
einer
allgemeinen
Aussage
nur
bedingt
herangezogen
werden
können,
muß
der
Arbeitsablauf
und
der
Arbeits-
zeitbedarf
modellhaft
dargestellt
und
errechnet
werden.
Als
Standardzahlen
wurden
folgende
Zeiten
zugrunde
ge-
legt:
Euterreinigen
+
Anrüsten
+
Vormelken
32
cmin%
Kuh/Melken
-
Melkzeuganhängen
20
cmin,Kuh/Melken
-
Ausmelken
+
Kontrolle
10
cmin/Kuh/Melken
-
Melkzeug
-
abnehmen
9
cmin/Kuh/Melken
-
Wegezeiten
4
cmin/
Wegeeinheit
(=
Abstand
zwischen
zwei
Eutern).
Als
Summe
der
Routinearbeiten
ergeben
sich
71
cmini
Kuh/Melken.
Es
wird
davon
ausgegangen,
daß
ein
Aus-
melken
von
Hand
oder
mit
der
Maschine
nicht
nötig
ist.
Für
die
notwendigen
Kontrollgriffe
sind
10
cmin
aus-
reichend.
de
Abb.
6:
Schwenken
mit
Handrad
(variiert).
Durch
den
längeren
Hobelarm
Ist
zum
Schwenken
weniger
Kraftaufwand
nötig.
Wegen
ihrer
be-
sonderen
Anordnung
bildet
die
Spindel
hier
kein
Hindernis
Abb.
7:
Schwenken
mit
Kurbel.
Im
Prinzip
ähnlich
der
Schwenkvorrichtung
In
Abbildung
5.
Nur
Ist
das
Handrad
durch
eine
Kurbel
ersetzt
re!
e
Abb.
8:
Hydraulisches
Schwenken.
Die
Pumpe
wird
von
Hand
betrleben
Bei
der
Ermittlung
der
Arbeitszeitbedarfszahlen
und
der
Melkerleistung
wurde
differenziert
in
Melken
mit
drei
und
vier
Melkzeugen.
Außerdem
wurden
Arbeitsabläufe
unter-
schieden,
bei
denen
einmal
ein
Milchschloß
für
je
zwei
Kühe,
zum
andern
eines
für
jede
Kuh
installiert
ist.
Diese
letzte
Unterscheidung
wirkt
sich
vor
allem
auf
die
Weg-
zeiten
aus
(Abb.
13
u.
14).
Die
Ergebnisse
dieser
Berechnungen
enthält
Tabelle
2.
In
Spalte
B
wurden
zusätzlich
die
Zeiten
für
Kraftfutter-
zuteilung
einbezogen,
um
einen
gerechteren
Vergleich
mit
dem
Melken
im
Melkstand
zu
erreichen,
wo
ja
in
den
meisten
Fällen
während
des
Melkens
das
Kraftfutter
ver-
abreicht
wird.
12
cmin/Kuh/Melken
mag
etwas
knapp
be-
messen
sein,
ist
bei
gutem
Arbeitsablauf
jedoch
realisier-
bar.
In
Spalte
C
sind
außerdem
die
Zeiten
für
das
Schlie-
ßen
und
Öffnen
des
hinteren
Absperrseils
einbezogen
worden,
um
den
Verhältnissen
eines
Weidebetriebes
ge-
recht
zu
werden.
Es
ist
folgendes
festzuhalten:
a)
Mit
zunehmender
Milchabgabezeit
sinkt
die
Melker-
leistung,
was
auf
die
zunehmenden
Wartezeiten
zurück-
zuführen
ist.
b)
Beim
Melken
mit
drei
Melkzeugen
ist
die
Leistung
niedriger
als
beim
Melken
mit
vier
Melkzeugen.
Dies
ist
ebenfalls
durch
die
längeren
Wartezeiten
bedingt.
c)
Die
Anzahl
der
Milchschlösser
(ein
Milchschloß
für
eine
Kuh
oder
für
zwei
Kühe)
wirkt
sich
auf
die
Melkerleistung
bei
Milchabgabezeiten
von
500
cmin
und
mehr
überhaupt
nicht
aus,
da
hier
die
eingesparten
Wegzeiten
durch
die
dadurch
erhöhten
Wartezeiten
ausgeglichen
werden.
Um
ein
Blindmelken
zu
vermeiden,
müssen
Milchabgabe
-
zeit, Routinearbeitszeit,
Anzahl
der
Melkzeuge
und
Anzahl
der
Milchschlösser
aufeinander
abgestimmt
werden.
Blind-
melkzeiten
treten
auf,
wenn
die
Milchabgabezeiten
unter
den
folgenden
Werten
liegen:
296
cmin
bei
3
Melkzeugen,
ein
Milchschloß
für
je
2
Kühe
471
cmin
bei
4
Melkzeugen,
ein
Milchschloß
für
je
2
Kühe
256
cmin
bei
3
Melkzeugen,
ein
Milchschloß
für
jede
Kuh
382
cmin
bei
4
Melkzeugen,
ein
Milchschloß
für
jede
Kuh
172
Landtechnik
4
Mitte
April
1974
In
der
Praxis
sind
zwar
die
Milchabgabezeiten
der
Kühe
nicht
gleich
lang,
die
Unterschiede
werden
von
einem
routinierten
Melker
jedoch
relativ
gut
ausgeglichen.
Kapitalbedarf
Der
Kapitalbedarf
für
eine
Ryholm-Box
beträgt
etwa
330
DM
je
Platz
ohne
Montage.
Im
Preis
sind
enthalten:
Trennrahmen,
Schulterstützen,
Absperrseil,
Verbindungs-
rohr
und
anteilige
Schwenkvorrichtung.
Herkömmliche
Anbindevorrichtungen
kosten
zwischen
70
DM
(Grabner-
Kette)
und
220
DM
(Selbstfang
-Halsrahmen).
Man
kann
also
von
einem
Investitionsbedarf
ausgehen,
der
beim
Sperrboxenstall
im
Vergleich
zum
herkömmlichen
Anbinde
-
stall
um
100
bis
250
DM
je
Platz
höher
ist.
Verfahrensvergleich
Ein
Vergleich
unter
Neubauverhältnissen
ergibt
im
Bereich
der
Ställe
mit
etwa
zwanzig
Kühen
eindeutige
Vorteile
des
Sperrboxenstalls
gegenüber
den
wichtigsten
Tabelle
Arbeitszeitbedarf
und
Melkerleistung
beim
Melken
im
Sperrboxenstall
System
Ryholm
Milch-
abgabe
zeit
(cmin)
cmin/
Kühe
A
Kühe/
AKh
cmin/
Kühe
B
Kühe/
AKh
cmin/
Kühe
C
Kühe/
AKh
400
500
600
158
191
224
38
31
27
170
203
236
35
30
25
180
213
246
33
28
24
A
B
C
cmin/
Kühe/
cmin/
Kühe
cmin/
Kühe
MAZ
Kühe/
AKh
Kühe/
AKh
Kühe/
AKh
400
157
38
169
36
179
34
500
190
32
202
30
212
28
600
224
27
236
25
246
24
A
B
C
cmin/
Kühe
cmin/
Kühe
cmin/
Kühe
MAZ
Kühe/
AKh
Kühe
AKh
Kühe/
AKh
400
131
46
143
42
153
39
500
146
41
158
38
168
36
600
171
35
183
33
193
31
A
B
C
cmin/
Kühe
cmin/
Kühe
cmin/
Kühe
MAZ
Kühe/
AKh
Kühe/
AKh
Kühe/
AKh
400
122
49
134
45
144
42
500
147
41
159
38
169
36
600
172
35
184
33
194
31
3
Melkzeuge;
1
Milchschloß
für
je
2
Kühe
4
Melkzeuge;
1
Milchschloß
für
je
2
Kühe
3
Melkzeuge;
1
Milchschloß
je
Kuh
4
Melkzeuge;
1
Milchschloß
je
Kuh
s
111.-
rr
Abb.
9:
Hydraulisches
Schwenken,
Pumpe
elektrisch
betrieben
t
1
r
-
fr ..".1-
1
Abb.10:
In
Melkstellung
erfolgt
keine
Verunreinigung
der
Liegeflidne.
Dle
Tiere
stehen
mit
dem
äußeren
Hinterbein
zum
Teil
auf
dem
Gitter-
rost
4
Abb.
11:
Zum
Melken
werden
die
Tiere
vom
Trog
zurückgedrängt
Landtechnik
4
Mitte
April
1974
173
20
Kühe
p.
Abb.
12:
Das
Melken
erfolgt
mit
einer
hoch
verlegten
Rohrmelkanlage.
Die
Rohre
der
Milch-
und
Vakuumleitung
sind
hinter
den
Standplätzen
angebracht
Alternativen.
Der
Kapitalbedarf
und
der
Arbeitszeitbedarf
sind
deutlich
niedriger
als
im
Freßboxenstall
(Abb.
15).
Ge-
genüber
dem
Kurzstand-Anbindestall
ist
der
Kapitalbedarf
zwar
höher,
jedoch
ist
die
Arbeitszeiteinsparung
so
groß,
daß
bei
unterstellten
Jahreskosten
von
14
°A
im
günstig-
sten
Fall
die
Mehraufwendung
schon
bei
Nutzungskosten
ab
etwa
2
DM/AKh,
je
nach
Alternative,
ökonomisch
sinn-
voll
ist.
Bei
größeren
Beständen
ist
der
Liegeboxenstall
eindeutig
überlegen.
Anders
sind
die
Bedingungen
beim
Umbau,
wenn
bisherige
Anbindevorrichtungen
verbraucht
sind
und
erneuert
wer-
den
müssen.
Zur
Vergleichsrechnung
Ryholm-Stall
und
Kurzstand
-Stall
wird
folgendes
unterstellt:
a)
Die
Sperrboxen
können
ohne
baulichen
Mehraufwand
(keine
behindernden
Pfeiler)
eingebaut
werden.
b)
Die
Verfahren
der
Entmistung
und
der
Fütterung
be-
dingen
weder
Kosten
noch
Arbeitszeitunterschiede
zwi-
schen
den
Stallsystemen.
c)
In
beiden
Ställen
wird
mit
der
gleichen
Melkanlage
ge-
molken.
Kuh
M.
7890
1'23'4
5
.
67
.
8
401234
56789'01
YIN
-••
•.Euterreinigung
u.
Anrusten
u.Vormetken
A=
Melkzeug
anhangen
•=
Ausmelken
u.
Melkzeug
abnereen
u
Kontrolle
52
Wegeein-
helfen
je
6
Kuhe
0
867WE/Kuh
1
Milchschloss
für
je
2
Kühe
etUöi234
56789012
34
5678901
je
6
Kühe
42
Wegeeinheiten
-•••
-de
_441
—•••
••••
-
.10
ZH
-
0
7
WE/Kuh
I
Milchschloss
für
jede
Kuh
Abb.
13:
Vergleich
der
Wegstrocken
des
Melkers
bei
drei
Melkzeugen
2-reihige
Ställe
AKh
/Kuh/Jahr
befahrbarer
Futtertisch
Flussigmist
Rohrmelkanlage
3M
Z
Anbindestall
Kurzstand
6
0
e
Sperrboxenstall
Ryholm
50
40
1
4
0Kühe
A
2-reihige
Ställe
befahrbarer
Futtertisch
Faltschieberentmistung
2x4Fischgrätenmelkstand
4M
Z
A
Fressboxenstall
62
Liegeboxenstall
cdoo
sdoo
6000
7000
Kapital/DM
/Kuh
Abb.15:
Arbelts-
und
Kapitalbedarf
des
Sperrbozenstalls
System
Ryholm
Im
Vergleich
d)
Die
Jahreskosten
der
Stallsysteme
sind
gleich
hoch,
nämlich
14
°A
(Abschreibung
auf
15
Jahre,
Kapitalverzin-
sung
6
0
/0,
Wartung
und
Reparaturen
1,3
0
/0).
e)
Ein
zusätzliches
Melkzeug
kostet
etwa
800
DM,
seine
Jahreskosten
belaufen
sich
auf
20
°/o
(Abschreibung
auf
15
Jahre,
Kapitalverzinsung
6
°/o,
Wartung
und
Reparaturen
7,3
°/o),
also
etwa
160
DM.
Dies
ergibt
bei
40
Kühen
Kosten
von
4
DM/Kuh/Jahr.
f)
Der
Arbeitszeitbedarf
für
Milchentzug
im
herkömmlichen
Kurzstand
-Stall
beträgt
bei
40
Kühen
und
Melken
mit
drei
Melkzeugen:
4,9
AKmin/KuhiTag
(=
25
Kühe/AKh)
für
Routinearbeiten,
Wegezeiten,
verfahrensbedingte
Wartezeiten
und
0,5
AKmin/Kuh/Tag
für
fixen
Arbeitszeitaufwand.
Daraus
ergibt
sich
ein
Arbeitsbedarf
von
28,3
Akh/Kuh/
Jahr.
g)
Der
Arbeitszeitbedarf
für
Milchentzug
beträgt
im
Sperr-
boxenstall
(System
Ryholm)
bei
40
Kühen
und
Melken
mit
drei
Melkzeugen:
3,8
AKmin/Kuh/Tag
(=
32
Kühe/AKh)
für
Routinearbeiten,
Wegezeiten,
verfahrensbedingte
Wartezeiten
und
0,5
AKmin/Kuh/Tag
für
fixen
Arbeitszeitaufwand.
Daraus
ergibt
sich
ein
Arbeitszeitbedarf
von
22,7
AKh/Kuh/
Jahr.
Bei
40
Kühen
und
Melken
mit
vier
Melkzeugen:
3,0
AKmin/Kuh/Tag
(=
40
Kühe/AKh)
für
Routinearbeiten,
Wegezeiten,
verfahrensbedingte
Wartezeiten
und
0,5
AKmin/Kuh/Tag
für
fixen
Arbeitszeitaufwand.
Daraus
ergibt
sich
ein
Arbeitszeitbedarf
von
18,5
AKh/Kuh/
Jahr.
Kuh
Nr.
7
.
8
91)1
.
2
3
.
4
51
7'8
9
.
0
I
2
3
4
56
7'8
9
.
0
1
.
2
3
.
4
78
9
1
23
4
5
6
7
8
9
0
1
2
3
4
5
6
78
V)
.
1
34
—•
00
en-
-nä
88
Wegeeinheiten
~+-
je
8Kühe
-
—0
11
WE
/Kuh
9-
1Milchschloss
für
je
2
Kühe
e
.
Euterreinigung
Anrusten
u.Vor-
melken
Melkzeug
anhängen
0
9
WE
/Kuh
•=
Ausmelken
u.Melkzeug
abnehmen
uKontrolle
•••
72
Wegeeinheiten
je
8
Kühe
1Milchschloss
für
jede
Kuh
Abb.
14:
Vergleich
der
Wegstrecken
des
Melkers
bei
vier
Meliczeugbn
174
Landtechnik
4
Mitte
April
1974
Notizen
vom
Pariser
Landmaschinensalon
1974
Von
Gerhardt
Preuschen,
Bad
Kreuznach
Der
Pariser
Salon
gibt
auf
einem
recht
kleinen
Gelände
einen
sehr
kompakten
Oberblick
über
den
europäischen
Maschinenmarkt.
Da
genügend
Freigelände
zur
Verfügung
steht,
kommen
die
Bauindustrie
und
die
Industrie
für
technische
Stalleinrichtungen
wie
Futteraufbereitung
nicht
zu
kurz.
In
diesem
Jahr
war
die
Fläche
erneut
kleiner
geworden.
Eine
ganze
Halle
war
anders
verwendet,
so
daß
praktisch
nur
noch
ein
großes
dreistöckiges
Gebäude
und
zwei
große
Hallen
durchzusehen
waren.
Dle
Stände
waren
eng
und
gefüllt,
andererseits
konnte
man
mit
einem
geringen
Zeitaufwand
und
wenig
Wegen
recht
gut
durchkommen.
Die
zweite
bemerkenswerte
Seite
des
Pariser
Salons
Ist
die
Vielzahl
von
kleinen
Diskussionsgruppen,
die
Im
„Club
des
Techniciens"
sich
mehrfach
am
Tag
zusammenfinden,
wobei
unter
Techniciens
eben
alles
zu
verstehen
Ist,
was
von
den
Instituten
bis
zu
den
Beratungsstellen
mit
dem
Einsatz
der
Technik
zu
tun
hat.
In
zunehmendem
Maß
findet
man
auch
praktische
Landwirte,
die
die
gleiche
Ausbildung
durchlaufen
haben,
unter
den
Zuhörern.
Da
die
Gruppen
klein
sind,
oft
nur
20
bis
25
Personen,
kommt
es
zu
einer
umfangreichen
Diskussion,
und
für
den
Ausstellungsbesucher
geben
diese
kleinen
Gruppen
die
Möglichkeit,
immer
wieder
Bekannte
zu
treffen
und
sich
so
aus
der
Praxis
über
die
Entwicklung
orientieren
zu
lassen.
Die
erste
Frage
während
des
Ausstellungsbesuchs
gerade
an
den
Ausländer
ist
natürlich:
Was
gibt
es
Neues?
Was
ist
bemerkenswert?
Großmaschinen:
jeder
möchte
mitmischen
Die
Welle
des
noch
„Größer",
des
noch
„Teurer"
ist
noch
nicht
zu
Ende.
Sowohl
das
Angebot
an
Schleppern
zwi-
schen
100
und
150
PS
als
an
größten
Mähdreschern,
als
an
großen
selbstfahrenden
Spezialmaschinen
war
größer
geworden.
Aber
vom
Praktiker
über
den
Techniker
bis
zu
den
Herren
der
Industrie
waren
sich
alle
einig,
daß
das
eigentlich
kein
Ausdruck
eines
Marktes
sei,
des
echten
Bedürfnisses,
sondern
daß
mehr
oder
weniger
einmal
Pre-
stigefragen
eine
große
Rolle
spielen,
aber
vor
allen
Din-
gen
jeder
Hersteller
den
Markt
abzutasten
wünscht,
ob
nicht
doch
da
und
dort
ein
Bedarf
entsteht
und
eine
Lücke
geschlossen
werden
kann.
Es
war
deswegen
auch
inter-
essant,
festzustellen,
daß
eine
Reihe
dieser
Großmaschi-
nen,
namentl
ich
solche
der
Schlepperkonstruktion,
durch-
aus
handwerklich
aufgebaut
war.
Damit
bleibt
das
Risiko
klein,
eine
Serie
vorbereitet
zu
haben,
für
die
der
Absatz
fehlt.
Auch
in
Frankreich,
obwohl
es
ja
verhältnismäßig
über
mehr
Großbetriebe
verfügt
als
Deutschland,
ist
der
Markt
für
diese
großen
Maschinen
gering.
Es
kommt
hinzu,
daß
die
allgemeine
Situation
unsicher
ist
und
zu
ganz
be-
sonderen
Diskussionen
Anlaß
gibt.
Erfreulich:
bessere
Bodenbearbeitung
Eine
sehr
erfreuliche
Entwicklung,
die
allerdings
wenig
nach
außen
in
Erscheinung
tritt,
dafür
sehr
viel
konstruk-
tive
Arbeit
in
der
Vorbereitung
kostet,
ist
die
Hinwendung
zu
besserer
Bodenbearbeitung.
Hier
wird
der
voriges
Jahr
schon
entstandene
Trend
noch
deutlicher
sichtbar:
Pflüge
für
höhere
Geschwindigkeiten,
Zusatzteile
zu
Streichbret-
tern,
um
vollkommene
Wendung
zu
erreichen,
bessere
Scharmaterialien,
andere
Scharformen,
Aufsatzkeile
auf
Schare,
Weiterentwicklung
von
Grubberscharen
und
Grub-
berformen.
Die
Vielfalt
der
starren,
halbstarren
und
weich-
gefederten
Grubberzinken
und
schließlich
die
versuchte
Kombination
zwischen
Bodenbearbeitung
und
Fräse
einer-
seits,
Bodenbearbeitung,
Fräse und
Sävorrichtungen
an-
dererseits.
Dem
Landwirt
wird
ein
breites
Angebot
unter-
breitet,
wonach
er
die
für
seinen
Boden
zweckmäßigste
Kombination
durchaus
sich
selbst
zusammenstellen
und
aussuchen
kann.
Bei
der
Bedeutung,
die
in
Zukunft
mit
Zunahme
der
Kosten
für
chemische
Düngemittel
der
Bo-
denbearbeitung
und
der
Entwicklung
der
Bodenfruchtbar-
keit
zukommen,
ist
dies
sicherlich
ein
erfreulicher
Weg.
Natürlich
gibt
es
da
und
dort
eine
völlig
neue
Maschine,
aber
im
ganzen
hat
sich
die
Entwicklung
sehr
beruhigt,
sehr
zum
Vorteil
ausgereifterer
Serien.
Es
ist
dies
aber
auch
ein
deutlicher
Ausdruck
für
die
veränderte
Marktsi-
tuation.
Unter
diesen
Bedingungen
errechnen
sich
für
den
Sperr-
boxenstall
bei
drei
Melkzeugen
Jahreskosten,
die
je
nach
Alternative
um
14
bis
35
DM/Kuh
höher
sind
als
im
An-
bindestall.
Gleichzeitig
erreicht
man
eine
Arbeitszeitein-
sparung
von
etwa
5,5
AKh7Kuh/Jahr.
Die
Mehraufwendun-
gen
sind
also
ökonomisch
sinnvoll,
wenn
die
Nutzungs-
kosten
höher
als
2,50
bis
6,40
DM/AKh
sind.
Die
Mehr-
kosten
eines
Ryholm-Stalles
mit
vier
Melkzeugen
im
Ver-
gleich
zum
Anbindestall
mit
drei
Melkzeugen
in
Höhe
von
18
bis
39
DM/Kuh/Jahr
sind
bei
der
erreichten
Arbeits-
zeiteinsparung
von
knapp
10
AKhiKuhiJahr
schon
bei
Nut-
zungskosten
von
1,90
bis
4
DM/AKh
sinnvoll.
Der
Vergleich
der
Arbeitszeitbedarfszahlen
ist
deswegen
nicht
problemfrei,
weil
nur
die
Daten
für
die
Ryholm-Auf-
stallung
selbst
erfaßt
wurden.
Die
Vergleichszahlen
des
Anbindestalles
wurden
dagegen
dem
KTBL-Taschenbuch
für
Arbeits-
und
Betriebswirtschaft
entnommen
und
stellen
Durchschnittswerte
dar.
So
mag
es
sein,
daß
hier
die
ge-
fundene
Arbeitszeiteinsparung
in
der
Praxis
nicht
immer
erreicht
wird.
Bei
der
Datenermittlung
wurde
im
Ryholm-
Stall
von
einer
guten
Arbeitsorganisation
und
von
relativ
kurzen
Routinearbeitszeiten
ausgegangen,
die
nur
von
geübten
und
fachlich
qualifizierten
Melkern
erreicht
wer-
den
können,
ohne
die
nötige
Sorgfalt
außer
acht
zu
lassen.
Zusammenfassung
Der
Sperrboxenstall
(System
Ryholm)
bietet
insgesamt
eine
sinnvolle
Alternative
zum
Kurzstand-Anbindestall,
nicht
dagegen
zum
Laufstall
in
größeren
Beständen,
der
günstigere
Voraussetzungen
für
Bestandsaufstockungen
bietet.
Dies
gilt
sowohl
bezüglich
der
Arbeitswirtschaft
als
auch
in
Bezug
auf
Kapitalbedarf
und
Kosten.
Er
wird
da-
her
künftig
in
Betracht
zu
ziehen
sein:
a)
für
Neubauten
nur
für
Bestandsgrößen
bis
etwa
30
Stück.
In
dieser
Haltungsgrößenklasse
liegen
seit
Jahren
stetige
Zunahmen
vor,
b)
für
Umbauten
von
Anbinde
-Stäl
len
dort,
wo
eine
Um-
stellung
auf
das
System
Ryholm
ohne
größere
zusätzliche
bauliche
Veränderung
mögl
ich
ist.
Literatur:
1)
Bischof
f
,
Th.
:
Sperrboxenstall
mit
verfahrenstechnischen
Verbes-
serungen,
Mitt.
d.
OLG,
H.
7
u.
8
(1973)
2)
Forster, A.G.
:
Arbeltstechnik
und
Wirtschaftlichkeit
des
Fisch-
grätenstalles,
Landtechnik,
H.
18,
(1971)
3)
ALB
-Hessen'
Richtpreise
für
den
Neu-
und
Umbau
landwirtschaftlicher
Wirtschaftsgebäude,
Kassel
1971
4)
KTBL-Taschenbuch
für
Arbeits-
und
Betriebswirtschaft,
Landwirtschaftsver-
lag
GmbH
Hiltrup
(1971)
5)
Prospekte
und
Angaben
der
Firma
Alfa-Laval
Landtechnik
4
Mitte
April
1974
175